Juristinnen erzählen: der neue Interviewpodcast der Forschungsstelle für Gewerblichen Rechtsschutz

Die Forschungsstelle für Gewerblichen Rechtsschutz am ITM hat einen neuen Interview-Podcast gestartet. Um mehr junge Juristinnen für den Gewerblichen Rechtsschutz und das Immaterialgüterrecht zu begeistern, werden wir in diesem Podcast IP-Juristinnen zu ihrem beruflichen Werdegang interviewen. Denn leider sind Frauen, die in diesem Rechtsgebiet tätig sind, im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen immer noch unterrepräsentiert. Mit den Interviews möchten wir möglichst unterschiedliche Berufsfelder und Bereiche abdecken und werden in unseren Podcast etwa Richterinnen, Anwältinnen (von der Großkanzlei bis hin zur kleinen/eigenen Kanzlei), Professorinnen und Unternehmensjuristinnen einladen. Darüber hinaus möchten wir natürlich JuristInnen und Interessierte aller Geschlechter erreichen und ihnen spannende berufliche Perspektiven aufzeigen.

In der ersten Folge von Juristinnen erzählen ist Julia Dönch zu Gast. Julia ist Partnerin bei CMS in Stuttgart und vor allem auf den Gewerblichen Rechtsschutz spezialisiert. Wir sprechen unter anderem über ihr Studium, ihren Arbeitsalltag als Anwältin und ihre Vorbilder.

 

Podcast: Micky Maus und das Urheberrecht

Ende 2023 läuft in den USA der urheberrechtliche Schutz für die Zeichentrickfigur „Mickey Mouse“ aus. Aus diesem Grund befassen sich in dieser Folge die wissenschaftlichen Mitarbeiter Klaus Palenberg und Nicolas John mit den urheberrechtlichen Schutzfristen für deutsche und internationale Werke. Dabei werden neben den Grundsätzen des deutschen Urheberrechts auch die verschiedenen völkerrechtlichen Abkommen thematisiert und auf den urheberrechtlichen Schutz von Micky Maus angewendet.

Ein Infobrief zu diesem Thema findet sich hier.

Hinweis: Der musikalische Ausschnitt stammt aus dem Zeichentrickfilm „Steamboat Willie“ von Walt Disney, abrufbar unter uni.ms/54gek; die Musik aus dem Film stammt von Wilfred Jackson und Bert Lewis.

 

Podcast: Der europäische Raum für Gesundheitsdaten (EHDS)

Die Datenstrategie der EU schafft ein neues Rechtsgebiet: das Datenwirtschaftsrecht. Während im Datenrecht bislang vor allem der Schutz von personenbezogenen Daten- und zuletzt auch die Sicherheit der Dateninfrastruktur im Vordergrund stand, zielen die neuen Rechtsakte (Data Act, Data Governance Act und die sektorspezifischen Datenräume) vor allem auf eine effiziente Datennutzung durch das Teilen von Daten. Es wird damit ein europäischer Binnenmarkt für Daten geschaffen. Der European Health Data Space (EHDS) ist der erste Datenraum dieser Art, spezifisch für den Gesundheitssektor. Die Vorgaben des EHDS werden in Zukunft die Forschung an Gesundheitsdaten maßgeblich prägen und bedeuten erhebliche Umstellungen für Unikliniken, medizinische Fakultäten und die Gesundheitsdatenforschung im Allgemeinen.

In dieser Folge geben die wissenschaftlichen Mitarbeiter Johanna Voget und Ole-Christian Tech einen Überblick über das komplexe Regelwerke und seine Rolle in der europäischen Datenstrategie.

 

 

UND JETZT? – Impulsvortrag Kunstrecht für Nachwuchskünstler aus NRW

Am 20.09.2023 nahm Marie Wirtz (Art Law Clinic Münster) als Speakerin an der spannenden Orientierungsveranstaltung “UND JETZT?” teil, welche sich an Absolvent:innen der Kunstakademien in NRW richtete. Oberstes Ziel des Seminars war die Unterstützung von Nachwuchskreativen auf dem Weg zur Professionalisierung ihrer Kunstpraxis.

Über zwei Tage konnten junge Künstler und Künstlerinnen ihr Wissen etwa zu Atelier- und Praxismanagement, den Realitäten am hart umkämpften Kunstmarkt und in Galerien, den sozialen Absicherungsmöglichkeiten über die Künstlersozialkasse bis hin zum Steuerrecht erweitern.

Der Impulsvortrag der Art Law Clinic Münster widmete sich den Grundlagen des Kunstrechts – einem Rechtsbereich, der sich durch seine starke Zielgruppenorientierung auszeichnet und thematisch kaum eingrenzbar ist. So standen sowohl Ausführungen rund um das Urheberrecht, die Verwertung der Werke über traditionelle wie digitale Kanäle als auch die Thematisierung von für Künstler und Künstlerinnen virulenten Problemen auf dem Gebiet des Arbeits- und Datenschutzrecht im Vordergrund.

Die Veranstaltung eröffnete den Raum für ehrliche Fragen, ehrliche Antworten aber auch inhaltliche Kontroversen auf Augenhöhe – etwa zur Professionalität von Verträgen in der Kunstwelt.

Ein großes Lob gebührt den Veranstalter:innen: Dem LaB K – Franziska Wilmsen und Susanne Ristow – der Kunstakademie Düsseldorf sowie der Kunstakademie Münster! Danke für die bereichernden Einsichten und die Herzlichkeit und Offenheit, mit der das Projekt der Art Law Clinic Münster empfangen wurde.

Stolz: Dr. Paulina Jo Pesch tritt Juniorprofessur an der FAU Erlangen-Nürnberg an

Wir sind stolz, verkünden zu können, dass Dr. Paulina Jo Pesch die neue Juniorprofessur für Bürgerliches Recht und Recht der Digitalisierung an der FAU Erlangen-Nürnberg antreten wird. 

Paulina Pesch hat in den Jahren 2013 und 2014 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei uns am ITM gearbeitet. Ihre Doktorarbeit zum Thema „

Ausstellung Hoeren in Münster: Outsider Art

Ich stelle in Münster meine Fotos zur Kunst geistig behinderter Menschen in Itoshima (Japan) im Rahmen des 2×2 Forums Haus Kannen aus,
Das 2×2 Forum für Outsider Art 2023 bildet eine internationale Plattform für Ateliers und Künstler in Münster und findet von 05. bis 08. Oktober 2023 statt. Die viertägige Kunstmesse wird mit Vorträgen die Entwicklung der Outsider Art in Europa beleuchtet.
https://www.kunsthaus-kannen.de/ausstellungen/aktuelle-veranstaltungen/kunstmesse-2×2-forum-ou
https://lnkd.in/eTET9vJT

Rückblick: Erfolgreicher Abschluss der Zusatzausbildung ITM

Das ITM freut sich zu verkünden, dass dieses Jahr 50 Teilnehmende die bundesweite Zusatzausbildung „Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht“ erfolgreich abgeschlossen haben. Besonders erfreulich sind die hervorragenden Noten, die die Teilnehmenden erzielt haben und wie im Vorjahr im Durchschnitt bei 8 Punkten lagen.

Noch erfreulicher sind die zahlreichen positiven Rückmeldungen, die das ITM von den Teilnehmenden erhalten hat:

„Der ITM Schwerpunkt hat mir sehr viel Spaß gemacht und mir gezeigt, dass diese Richtung für mich später beruflich auch interessant ist.“

„Die Anfertigung meiner Seminararbeit über E-Sport im Rahmen der Zusatzausbildung hat mein Interesse für dieses Gebiet erheblich gesteigert und ich erwäge ernsthaft eine Promotion in diesem Bereich.“

„Ohne die Bereitschaft von Prof. Hoeren, digitale oder hybride Lehrmethoden zu nutzen, wäre es für mich während meines Referendariats in Berlin kaum möglich gewesen, diese Fortbildung zu absolvieren.“

„Die Zusatzausbildung schafft einen sehr guten Einblick in die Welt des Medienrechts. Im Rahmen der Zusatzausbildung werden die allgemeinen Grundsätze des Internetrechts, des Gewährleistungsrechts, des elektronischen Handels thematisiert. Die Frage der Haftung von Softwaremängeln und die Frage der Vertragspflichten von verschiedenen IT bezogenen Verträgen werden zugänglich und sehr interaktiv vermittelt.“

„Prof. Hoeren schafft es, das Bündel von verschiedenen Rechtsgebieten und deren Einfluss auf das Medienrecht sehr interaktiv zu veranschaulichen. Dazu wird ständig die neueste Rechtsprechung dargestellt und im Rahmen einer Diskussion bewertet.“

„Das Zertifikat weist relevante Kenntnisse in zukunfts- und innovationsträchtigen Bereichen des Lebens, und damit zwingend auch des Rechts nach. Das ITM selbst wirbt mit der Eröffnung neuer Berufsperspektiven schon während der Ausbildung – Und das kann ich nur bekräftigen. Ob bei wissenschaftlicher Mitarbeit in entsprechend ausgerichteten Kanzleiteams oder mit Blick auf Stationsangebote im Rahmen des Referendariats. Kenntnissen in diesen Bereichen wird aus eigener Erfahrung viel Wertschätzung entgegengebracht.“

„Gerade für Personen, die – wie ich – keinen entsprechenden universitären Schwerpunkt belegt haben, bietet diese Zusatzausbildung m.E. eine überragende Möglichkeit, einen niedrigschwelligen und dennoch anspruchs- wie gehaltvollen Einblick in eine Querschnittsmaterie zu erhalten.“

Die bundesweite Zusatzausbildung richtet sich an Jurastudierende, Rechtsreferendar:innen und Praktiker:innen aus Deutschland, die sich für Fragen rund um Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht interessieren. Die Ausbildung setzt sich aus der Teilnahme an den Vorlesungen „Informationsrecht“ bei Prof. Dr. Thomas Hoeren sowie „Öffentliches Medienrecht“ bei Prof. Dr. Bernd Holznagel und der Anfertigung einer Seminararbeit zusammen. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung und die in diesem Rahmen erworbenen rechtlichen Kenntnisse werden mit einem Zertifikat bescheinigt.

Anmeldungen für den am 9. Oktober 2023 beginnenden Durchgang der Zusatzausbildung ITM werden bis zum 30. September 2023 entgegengenommen und sind an Philip Mayer (philip.mayer@uni-muenster.de) zu richten.

Das ITM bedankt sich für die rege Teilnahme und wünscht allen Teilnehmenden für Ihre berufliche Zukunft alles Gute.

Podcast: IT-Sicherheit bei digitalen Produkten – der Cyber Resilience Act im Trilog

Das Thema IT-Sicherheit beschäftigt auch die EU-Kommission seit Jahren. Nach Stellungnahmen des Parlaments und des Rats im Juni und Juli 2023, befindet sich nun der sogenannte „Cyber Resilience Act“ im Trilogverfahren. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter Klaus Palenberg und Johannes Müller stellen in dieser Folge den Gesetzesentwurf vor. Dabei werden die Ziele der Kommission ebenso beleuchtet, wie mögliche Auswirkungen auf Hersteller digitaler Produkte und Hochschulen.

Zu diesem Thema ist im September auch ein Beitrag im DFN-Infobrief Recht erschienen.

Ein Transkript der Folge findet sich hier.

 

Hinweis: Aktualisierter Formalia-Leitfaden

Wissenschaftliches Arbeiten ist originärer Bestandteil des Jura-Studiums. Dennoch fällt vielen Studierenden die Einhaltung wissenschaftlicher Standards in ihren Haus- und Seminararbeiten schwer. Auch in wissenschaftlichen Qualifikationsschriften wie Dissertationen finden sich nicht selten erhebliche formale Fehler. Die Mitarbeitenden des ITM haben die Semesterferien daher unter anderem dazu genutzt, den institutseigenen Formalia-Leitfaden umfangreich zu überarbeiten. Der Leitfaden soll als Hilfestellung für Studierende und Doktoranden dienen und möchte einen Beitrag dazu leisten, die wissenschaftliche Qualität der Haus-, Seminar- und Doktorarbeiten zu steigern. Der Leitfaden kann fortan hier abgerufen werden und steht allen Interessierten zum Download zur Verfügung.