Hochrangiger usbekischer Informationsrechtler neues Mitglied des ITM-Beirats

Prof. Said Gulyamov ist ein renommierter Rechtswissenschaftler und Pädagoge mit umfassender Erfahrung in den Bereichen Gesellschaftsrecht und Cyberrecht. Der in Taschkent, Usbekistan, geborene Prof. Gulyamov hat einen Doppelabschluss in Wirtschaft und Recht von der Staatlichen Wirtschaftsuniversität Taschkent und der Edinburgh Napier University. Außerdem erwarb er einen Master-Abschluss in Rechtswissenschaften am Staatlichen Institut für Rechtswissenschaften in Taschkent.
Im Laufe seiner Karriere bekleidete Prof. Gulyamov verschiedene Positionen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor, unter anderem bei der Nationalen Bank für Außenwirtschaft der Republik Usbekistan (Abteilung für Innenrevision), dem Staatlichen Steuerkomitee der Republik Usbekistan (Abteilung für strafrechtliche Ermittlungen) und dem Rathaus von Taschkent (Vizegouverneur: Koordinator der Vollzugsorgane der Stadt Taschkent). Sein vielfältiger Hintergrund hat ihm eine einzigartige Perspektive auf die rechtliche und wirtschaftliche Landschaft Usbekistans und darüber hinaus eröffnet.
Im akademischen Bereich war Prof. Gulyamov als Dozent, außerordentlicher Professor und Professor an der Abteilung für internationales Privatrecht am Staatlichen Institut für Recht in Taschkent tätig. Seit 2006 ist er Professor am Lehrstuhl für Internationales Privatrecht an der Staatlichen Rechtsuniversität Taschkent und leitet derzeit den Lehrstuhl für Cyber-Recht an derselben Einrichtung.
Er ist der Gründer der 2003 eingerichteten „Scientific School of Corporate Law“ und der 2019 gegründeten „Scientific School of Cyber Law“. Während seiner wissenschaftlichen und pädagogischen Tätigkeit betreute Gulyamov Said Saidakhrarovich über 100 Master (LLM), 30 Kandidaten der Wissenschaften (PhD) und 7 Doktoren der Wissenschaften (DSc). Er ist Autor und Mitautor von mehr als 250 wissenschaftlichen Arbeiten, die in in- und ausländischen Publikationen veröffentlicht wurden.

Prof. Gulyamov ist ein angesehener Forscher und Autor, der seit 2006 einen Doktortitel in Rechtswissenschaften und den Titel eines Professors trägt. Seine Forschungen und Veröffentlichungen sind unter www.gulyamov.org sowie bei Google Scholar zu finden: https://scholar.google.com/citations?user=kqUdLCsAAAAJ&hl=ru
Als versierter und angesehener Experte auf seinem Gebiet bietet Prof. Said Gulyamov wertvolle Einblicke in die Feinheiten des Gesellschaftsrechts, des Cyber-Rechts und der sich entwickelnden Rechtslandschaft in Usbekistan und der ganzen Welt.

Podcast: Sieg für den Underdog! Die Entscheidung des EuGH in Sachen Bundeskartellamt vs. Meta

In dieser Folge besprechen die wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen Johanna Voget und Nicolas John das aktuelle Urteil aus Luxemburg zu dem Verfahren der deutschen Wettbewerbshüter gegen den Meta-Konzern. Bereits im August 2022 ging der Weggeforscht-Podcast in der Folge „Bundeskartellamt vs. Meta: Uppercut vom Underdog“ einzelnen Aspekten des Verfahrens nach, wie der Frage nach der Zuständigkeit des Bundeskartellamts für eine Prüfung von datenschutzrechtlichen Verstößen. Nun nehmen die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen der Forschungsstelle Recht die konkreten Feststellungen des EuGHs und die hieraus resultierenden Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von Meta genau unter die Lupe.

Vertiefend kann in der kommenden Ausgabe des DFN-Infobrief Recht 9/2023 das Thema mit weiteren Nachweisen vertieft nachgelesen werden.

Ein Transkript der Folge findet sich hier.

 

IX. Münsteraner Seminar zum Sportrecht in Dortmund

In Kooperation mit Borussia Dortmund fand am 5. und 6. September 2023 das „IX. Münsteraner Seminar zum Sportrecht“ statt. Im altehrwürdigen Westfalenstadion (Signal-Iduna-Park) durften die teilnehmenden Studierenden ihre Forschungsergebnisse vor dem Justiziar des BVB Dr. Robin Steden, Kristina Rothenberger (Legal Counsel), Prof. Dr. Thomas Hoeren und den Mitarbeitern des ITM präsentieren. Die Ergebnisse wurden im Anschluss diskutiert und um interessante Ausführungen aus der Praxis von Herrn Dr. Steden und Frau Rothenberger ergänzt. Die Themen haben auch in diesem Jahr den Facettenreichtum des Sportrechts abgebildet – die Studierenden beschäftigten sich sowohl mit aktuellen Themen wie der fehlgeschlagenen Gründung der European Super League und der Verbreitung von Glücksspiel im E-Sport, als auch mit Dauerbrennern wie der 50+1 Regel und den Financial Fairplay-Regeln der UEFA. Mit der rechtlichen Einordnung des Falls „Walijewa“ und der Beachvolleyball-Entscheidung des OLG Frankfurt kamen auch andere Sportarten nicht zu kurz. Abgerundet wurden die zwei Tage bei Borussia Dortmund durch die traditionelle Stadionführung und gemeinsame Mittagessen, bei denen Herr Dr. Steden den Fragen der Studierenden Rede und Antwort stand.

Das ITM freut sich über die erneut gelungene Veranstaltung und bedankt sich allen voran bei Herrn Dr. Steden, Frau Rothenberger und nicht zuletzt den Mitarbeitenden von Borussia Dortmund für die einzigartige Gastfreundschaft und die hervorragende Organisation der beiden Seminartage in Dortmund.

Stellenausschreibung: Studentische Hilfskräfte (m/w/d)

Stellenausschreibung

Am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht,

Zivilrechtliche Abteilung werden zum 1. November 2023

Studentische Hilfskräfte (m/w/d)

mit einer Arbeitszeit von 5 Stunden / Woche gesucht.

Die Einstellung ist befristet. Eine längere Zusammenarbeit ist erwünscht.

Bei einer Stelle handelt sich um eine durch Drittmittel finanzierte Stelle im Bereich des Gewerblichen Rechtschutzes.

Die Tätigkeit betrifft allgemeine Lehrstuhlaufgaben, wie die Unterstützung beim Erstellen von Vorlesungsunterlagen oder die Recherche mit Bezug zu den Forschungsschwerpunkten des Instituts. Bewerberinnen/Bewerber sollten sich mindestens im dritten Fachsemester befinden, überdurchschnittliche Studienleistungen vor allem im Zivilrecht erbracht haben und ein ausgeprägtes Interesse an den Fragestellungen des Informations- und Medienrechts mitbringen. Zudem werden gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. EDV-Kenntnisse sind von Vorteil. Bewerberinnen/Bewerber für die Stelle im Bereich des Gewerblichen Rechtsschutzes sollten außerdem ein ausgeprägtes Interesse an den Fragestellungen des Informationsrechts und des Gewerblichen Rechtsschutzes haben. Vorkenntnisse im Bereich des Gewerblichen Rechtsschutzes und im Urheberrecht sowie EDV-Kenntnisse sind von Vorteil.

Die WWU tritt für die Geschlechtergerechtigkeit ein und strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht; Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit allen relevanten Nachweisen ab dem Abitur (vorzugsweise als eine PDF-Datei per E-Mail)  an Katharina Boerms (katharina.boerms@uni-muenster.de) und Philip Mayer (philip.mayer@uni-muenster.de). Die Bewerbungsfrist endet am 15.09.2023.

Simulation einer mündlichen Prüfung am ITM

Am Ende des Studiums erwartet jeden Jura-Studierenden die mündliche Prüfung des ersten Staatsexamens, die aus einem Examensvortrag in einem bestimmten Rechtsgebiet und einem Prüfungsgespräch besteht. Übung macht bekanntlich den Meister – aus diesem Grund haben die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ITM gemeinsam mit den studentischen Hilfskräften ein Prüfungsgespräch simuliert, das die Examenskandidaten auf den Ernstfall vorbereiten soll. Die vier Prüflinge konnten in den jeweils 40-minütigen Gesprächen im Strafrecht, Zivilrecht und öffentlichen Recht ihr juristisches Handwerkszeug unter Beweis stellen. Neben aktuellen Themen wie dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Gebäudeenergiegesetz wurden auch strafrechtliche „Klassiker“ wie der Eingehungsbetrug und grundlegende methodische Fragen des zivilrechtlichen Anspruchssystems geprüft. Die Kandidaten schlugen sich allesamt gut und wurden mit hohen Punktzahlen belohnt.

Das ITM bedankt sich für das rege Interesse und wünscht allen studentischen Hilfskräften viel Erfolg in der mündlichen Prüfung!

Podcast: EU-US Data Privacy Framework

Die EU-Kommission hat einen Angemessenheitsbeschluss zum neuen Datenschutzrahmen zwischen der EU und den USA erlassen. In dieser Folge befassen sich die wissenschaftlichen Mitarbeiter Ole-Christian Tech und Klaus Palenberg mit den Folgen des Beschlusses und dem Inhalt des Abkommens mit den USA. Dabei werden insbesondere die Neuheiten im Vergleich zu den vorherigen, vom EuGH gekippten, Abkommen herausgearbeitet und die Auswirkungen auf die Praxis beleuchtet.

Die angesprochene Folge „Darf ich Daten in die USA und Großbritannien übertragen?“ findet sich hier.

Ein Transkript der Folge findet sich hier.

 

Dank aus Abchasien

Die Universität Abchasiens hat jüngst ihren Dank für die großzügige Bücherspende im Internet veröffentlicht, die das ITM an die juristische Fakultät mit Sitz in Sochumi und Tiflis geleistet hat. Im Rahmen der Spende wurden zahlreiche aktuelle Kommentare und Lehrbuchliteratur vor allem zum deutschen Strafrecht an die Universität abgegeben. Weitere Spenden werden zukünftig auch zivilrechtliche Literatur umfassen. Der Lehrgangsleiter Edisher Phutkaradze wird im Sommer 2024 zu einem Vortrag über Computerstrafrecht in Münster freudig erwartet.
https://www.sou.edu.ge/news/profesor-Tomas-hiorenis-TanadgomiT-bibloTekas-iuridiuli-literatura-gadaeca/1269

Podcast: Datenkontrolle in der Cloud

Digitale Souveränität ist zum politischen Entwicklungsziel geworden. Gerade im Bereich des Cloud-Computings steht häufig in Frage, wie Kontrolle über Daten effektiv ausgeübt werden kann. In dieser Folge von Weggeforscht stellen die Wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen Johanna Voget und Johannes Müller das Positionspapier der DSK zu Souveränen Clouds vor und diskutieren die hierin aufgestellten Kriterien.

Das Positionspapier findet sich hier.

Ein Transkript der Folge findet sich hier.

 

Stellenausschreibung: Studentische Hilfskraft (m/w/d)

Stellenausschreibung

Am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht,

Zivilrechtliche Abteilung

wird zum 1. Oktober 2023 eine

Studentische Hilfskraft (m/w/d)

   mit einer Arbeitszeit von 5 Stunden / Woche gesucht.

Die Einstellung ist bis zum 31.08.2024 befristet.

Es handelt sich um eine durch Drittmittel finanzierte Stelle im Projekt

FAIR Data Spaces.

Bewerberinnen/Bewerber sollten sich mindestens im dritten Fachsemester befinden, überdurchschnittliche Studienleistungen vor allem im Zivilrecht erbracht haben und ein ausgeprägtes Interesse an den Fragestellungen des Immaterialgüterrechts und des Datenrechts mitbringen sowie die Fähigkeit aufweisen, sich selbständig in unbekannte Materie einzuarbeiten. Zudem werden gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. EDV-Kenntnisse sind von Vorteil.

Die Uni Münster tritt für die Geschlechtergerechtigkeit ein und strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht; Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit allen relevanten Nachweisen ab dem Abitur (vorzugsweise als eine PDF-Datei per E-Mail) ab sofort an untenstehende Adresse. Die Bewerbungsfrist endet am 8. August 2023.

Yannick Buchholz (y.buchholz@uni-muenster.de)

Podcast: Das neue Datenrecht der EU

Von Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) über Digital Services Act (DSA), Digital Market Act (DMA) bis hin zu den sektorspezifischen Regulierungsansätzen wie den European Health Data Act (EHDS) – die EU Kommission hat in den letzten Jahren einen regelrechten Regulierungs-Tsunami für das doch immer noch recht neue Gebiet des Datenrechts ausgelöst, schließlich sollen die 20er Jahre des laufenden Jahrhunderts die digitale Dekade werden. In dieser Folge geben die wissenschaftlichen Mitarbeiter Ole-Christian Tech und Nicolas John einen Überblick über verschiedene Regelwerke der europäischen Datenstrategie und erläutern, wie diese ineinander greifen.

Der in der Folge erwähnte Beitrag im DFN-Infobrief Recht findet sich hier.